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Frank Strobel, Dirigent

Frank Strobel, Dirigent

Frank Strobel (* 1966 in München) ist ein deutscher Dirigent, der sich mit Vorliebe klassisch-romantischen Stücken und der Musik des 20. Jahrhunderts widmet, aber auch in der Welt der Filmmusik tätig ist. Neben seiner Konzerttätigkeit unter anderem mit Uraufführungen von Werken Franz Schrekers, Alexander von Zemlinskys und Siegfried Wagners sowie jüngerer Werke des Musiktheaters ist Frank Strobel als Filmdirigent international bekannt geworden.

Aufgewachsen im Umfeld des Kinos seiner Eltern, kam Strobel schon früh mit Musik in Berührung. Er erlernte das Filmvorführen und entwickelte eine enge Beziehung zu den Filmen und damit auch zur Filmmusik. Er wurde schließlich Musiker und avancierte später zum Dirigenten.

Zu Alfred Schnittke hatte er bis zu dessen Tod eine besondere künstlerische Beziehung, die sich in zahlreichen Premieren und CD-Einspielungen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) widerspiegelt. Er dirigierte 1992 unter den Augen der Zuschauer des ZDF Die letzten Tage von St. Petersburg in der Alten Oper in Frankfurt. 1993 spielte er mit den Moskauer Philharmonikern die Michail-Bulgakow-Adaption Meister und Margarita und mit dem Russischen Nationalorchester die Premiere des concerto grosso Nr. 5 ein.

Bis 1998 war er Chefdirigent des Filmorchesters Babelsberg. Seit 2000 leitet er die Europäische FilmPhilharmonie und ist außerdem künstlerischer Berater des Stummfilmprogramms von ZDF/ARTE.

In den Jahren nach 2000 nahm er zusammen mit dem RSB einige Stücke Schnittkes auf, die er auf dessen Wunsch bearbeitet hatte und damit gleichzeitig zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. 2003 und 2004 hatte er in Berlin und Moskau großen Erfolg mit dem Konzert zum Film Alexander Newski mit der Musik von Sergei Prokofjew, das er erneut mit dem RSB aufführte. Auch hier handelte es sich um eine von Strobel bearbeitete Uraufführung. Er rekonstruierte die Original-Partitur und stellte sie neu zusammen. Dafür erhielt er im November 2004 im Bolschoitheater in Moskau die höchste zivile Auszeichnung Russlands.

2006 wurde der Film Rosenkavalier zur Musik von Richard Strauss – gespielt von der Sächsischen Staatskapelle Dresden – unter der Leitung Strobels wiederaufgeführt. Nach seiner Arbeit an Originalmusiken und der Schaffung von neuer Musik konnten 40 Stummfilmklassiker vertont werden und erstrahlten unter seiner Leitung in Konzerthäusern oder Kinos in neuem Glanz und erfreuten sich bis dahin unbekannten Medieninteresses der Fernsehsender ZDF, arte, SDR, SR und 3sat, welche die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit DeutschlandRadio Berlin größtenteils aufzeichneten. Am 12. Februar 2010 dirigierte er das RSB bei der Welturaufführung der rekonstruierten Fassung von Metropolis im Berliner Friedrichstadtpalast.

Frank Strobel arbeitet auch für neue Kino- und Fernsehfilme und dirigiert dabei führende europäischen Orchester, etwa aus dem Vereinigten Königreich oder den Vereinigten Staaten, wobei er auch für Veröffentlichungen in Rundfunk und auf Schallplatte tätig ist. Legendär sind die Filmkonzerte der Hamburger Symphoniker in der Laeiszhalle unter Strobel, mit denen er gerade unter dem Banner des privaten Radiosenders Klassikradio auf Deutschlandtournee ist. Strobel ist ein Weltenbummler, der durch seine Musik mittlerweile ganz Europa, Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas und Asien bereiste.

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